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11.Brunos letztes Abenteuer

Totgesagte leben länger! Noch vor knapp zehn Jahren hätte kaum jemand an ein Comeback der großen Beutegreifer in die Alpen geglaubt. Doch seit 2006 hat uns ein Bär aus dem italienischen Brentagebiet eines Besseren belehrt. Wie für einen einjährigen Jungbären üblich hat er sich auf den Weg gemacht um sich einen passenden Lebensraum zu suchen. Er wanderte durchs Inntal und dann entlang der bayerischen Alpen immer weiter nach Westen. Durch die waldreichen Berge entlang der bayerisch-tiroler Grenze zieht er schließlich ins Gebiet zwischen Rotwand und Thiersee. Er hat schon von seiner Mutter gelernt, dass gute Bärennahrung wie Schafe, Bienenstöcke oder Geflügel gerne in der Nähe von Menschen vorkommen. Und anders als Wölfe hat er keine Scheu vor Menschen. Die bayerischen Behörden sind von dem Jungbären allerdings völlig überrumpelt: Nach vergeblichen Fangversuchen, wird er schließlich am 26. Juni in der Nähe der Kümpflalm vor uns, erlegt.